Mr Leather 2020

Oberli Werner

 

 

Als zweitplatzierter Kandidat bei der Wahl von Mr. Leather Switzerland 2018 habe ich meine Ziele verfolgt, die ich mir als Titelverteidiger gesetzt habe, und dies ist weiterhin mein Leitfaden für die Wahl von Mr Leather Switzerland 2020
Ich habe viele neue Freunde gewonnen und mich verpflichtet, die Leder- und Fetischszene in der Schweiz und auch in den sozialen Medien zusammenzubringen und Brücken in der LGBTQIA + Community zu schlagen.

Ich bin Mr Leather Switzerland 2020, weil ich einen sehr starken Lederfetisch habe, mich beim Tragen von Leder wohl fühle und es mich auch anmacht, das enge Leder an meinem Körper zu spüren.
Es inspiriert mich, fetischinteressierte Menschen zu ermutigen, ihre Fetische auszuleben.

Ich hatte mit 16 Jahren mein coming out, habe viele Jahre als Barkeeper in der Lederszene gearbeitet und lebe meine Leidenschaften offen mit Stolz.

1987 wurde ich bereits mit HIV infiziert und habe die vollen Anfänge der HIV-Epidemie der 90er Jahre erlebt. 1991 starb mein ehemaliger Partner an AIDS und auch viele Freunde. Der Verlust all dieser lieben Menschen hinterlässt große Narben.

Als Mitarbeiter der Aidshilfe Bern im “Team LoveBugs” und im “Team positiv sprechen” ist es mir ein grosses Anliegen den Kampf gegen HIV nie aufzugeben und besonders die LGBTQIA+ Community zu sensibilisieren, zu informieren und auf den neusten Stand der Wissenschaft zu bringen. Dazu bin ich jederzeit bereit, persönlich mit allen Menschen, ob sie sich selbst der queeren Community zugehörig fühlen oder nicht, darüber zu sprechen.
Zudem möchte ich als selbst HIV+ Langzeitüberlebender, den Menschen die auch mit HIV leben Mut machen.

Mit großer Trauer stelle ich fest, dass die Homophobie wieder zunimmt. Deshalb möchte ich alle motivieren, stolz auf sich selbst zu sein und für ihre Rechte zu kämpfen. Außerdem bitte ich aufrichtig unsere LGBTQIA + Community, sich gegenseitig zu respektieren.

Ich habe meinen Krebs besiegt und die dunklen Zeiten mit schweren Depressionen überstanden. Dieses Jahr habe ich auch meinen Vater begraben und mein treuer Hund ist auch gestorben. Trotz all des Leidens habe ich gelernt, stark zu sein. Ich bringe viel Lebenserfahrung mit, stehe für Toleranz und Respekt und bin motiviert.

 

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